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| "Keine Krise ohne Chance" Stadt und Wirtschaft sehen fürs neue Jahr nicht schwarz. Im Gegenteil: Neue Jobs sind möglich. Hoffnung auf Konjunkturpaket |
15.01.2009 um 14:50 Uhr |
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Das neue Jahr wird kein einfaches, vielerorts macht sich Pessimismus breit – doch schwarz sehen wollen die Verantwortlichen in der heimischen Wirtschaft nicht. „Die Kombination von stagnierender Konjunktur plus Finanzkrise", sagt Peter Schnepper, Chef der Industrie- und Handelskammer in Gelsen-kirchen, sei „ein schwerer Brocken". Gleichwohl bestehe die Hoffnung, dass die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt „nicht so gravierend sein werden wie bei früheren Abschwüngen". Nicht zuletzt hofft die Wirtschaft auf das angekündigte Rettungspaket von Bund und Land.
Im Zuge der demographischen Entwicklung schieden jedes Jahr immer mehr Arbeit-nehmer aus dem Erwerbsleben aus, so dass die Unternehmen auch in schwieriger Zeit neue Fachkräfte einstellen müssen, übt sich Schnepper in Optimismus. Und nicht zuletzt: Die kleinen und mittleren Unternehmen kämen mit der Krise „noch verhältnismäßig gut" zurecht. Bedrohlich würde die Entwicklung dann, wenn Großkonzerne für längere Zeit Probleme bekämen und Aufträge zurückfahren.
Ähnlich sieht das Christopher Schmitt, Chef der Arbeitgeberverbände. Die große Mehrheit der Mitgliedsunternehmen gehe davon aus, dass sie Entlassungen durch „mildere Mittel" wie Abbau von Arbeitszeitguthaben, Kurz-arbeit und die Reduzierung von Leiharbeit vermeiden könne. Hier macht es sich bezahlt, dass viele Unternehmen in den letzten Jahren „hart an ihrer Wettbewerbsfähigkeit gearbeitet haben", sagt Schmitt, „und sie dadurch heute einen festeren Stand haben."
Trotz der „krisenhaften Situation" werde es vor Ort durchaus auch „positive Entwicklungen" geben – insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, sieht auch Joachim Hampe, der Wirtschafts-förderungsdezernent, keinesfalls schwarz. Dazu zählt er „arbeitsplatzsichernde Investitionen in den Bestand, Betriebs-erweiterungen, aber auch Neuansiedlungen".
Um bessere Handlungsmöglichkeiten zu haben, setzen Stadt, Arbeitgeberverbände und Kammer auf Hilfe von außen, sprich: ein Konjunkturpaket. „Keine Krise ohne Chance", kommentiert etwa Christopher Schmitt, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände. IHK-Chef Peter Schnepper schlägt ein „Gegensteuern" durch das Vorziehen von Infrastrukturmaßnahmen der öffentlichen Hand vor, insbesondere für die Bildung. Zugleich, betont er, müsse die Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten forciert werden.
Auf Förderprogramme setzt auch Dezernent Hampe: „Dabei ist es wichtig, insbesondere den Kommunen und damit den Menschen in strukturschwachen Regionen zusätzliche Chancen zu eröffnen." Und Arbeitgeberchef Schmitt fordert: „Wir dürfen gerade in 2009 nicht in unseren Bemühungen nachlassen, das Image unserer Stadt zu verbessern, um die Versorgung mit Fachkräften von außerhalb für die Zukunft zu gewährleisten." Setzt auf Neuansiedlungen: Dezernent Joachim Hampe. An Stellen für Fachkräfte glaubt IHK-Chef Peter Schnepper. Sieht „festen Stand" der Wirtschaft: Christopher Schmitt.
(WAZ vom 10.01.2009) |
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