Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe zur Mindestlohndebatte: Gelsenkirchen ist nicht München
02.11.2011 um 11:28 Uhr
Mit Befremden reagieren die Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe auf die überraschende Kehrtwende der CDU zum Thema „Mindestlohn“. „Gelsenkirchen ist nicht München - was in blühenden Regionen noch verkraftbar sein mag, das kann hier bei uns böse ins Auge gehen“, warnt Verbandsgeschäftsführer Dr. Christopher Schmitt und fügt hinzu: „Gerade in einer strukturschwachen Region wie dem Emscher-Lippe-Raum mit seinen vielen Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten führt die undifferenzierte Forderung nach einem allgemeinen Mindestlohn nicht zu mehr Wohlstand, sondern zu mehr Arbeitslosigkeit. Außerdem, so Schmitt, könne man auch nicht so tun, als wären alle Branchen gleich. Dort wo Lücken im Tarifsystem bestünden, müsste die Branchenkenntnis der Tarifpartner in differenzierte Lösungen einfließen können.