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» Pflege

Pflegeanweisung für versiegelte Parkett- und Holzfußböden gem. DIN 18356

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben sich für einen dauerhaften, natürlichen und wertvollen Parkett- oder Holzfußboden entschieden.

Damit das natürliche, ästhetische Aussehen des Holzes verstärkt und die Pflege und Reinigung erheblich erleichtert werden, ist Ihr Parkett gerade mit einer hochwertigen PARKETTVERSIEGELUNG behandelt worden.

Durch diese Versiegelung besitzt das Holz auf der Oberfläche einen Schutzfilm und ist dadurch weitgehend beständig gegen das Eindringen von Schmutzwasser in die Holzporen.

Die Versiegelung ist eine handwerkliche Arbeit. Dies bedingt, dass kleine Störungen auf der Oberfläche in Form von Staub- und Schmutzeinschlüssen vorhanden sein können. Auf die Haltbarkeit der Versiegelung hat dies keinen Einfluss.

Trotz dieser Versiegelung unterliegt ihr Fußboden, je nach Beanspruchung einem natürlichen Verschleiß. Deshalb sind eine regelmäßige Reinigung und Pflege erforderlich. Die Gewährleistung für die Versiegelung des Holzfußbodens ist nur dann gegeben, wenn das vom Hersteller vorgeschriebene Pflegesystem angewandt wird.

Einige Anweisungen und Hinweise

Diese Pflegeanleitung ist nur gültig für Holzfußböden gemäß der DIN 18356 Parkettarbeiten und DIN 18367 Holzpflasterarbeiten, die mit einem auf Wasser basierenden Pflegemittel gepflegt werden müssen.

Holz ist ein Naturprodukt

Durch Umgebungseinflüsse wie Temperatur und Luftfeuchte, kommt es zum Arbeiten des Holzes (Quellen und Schwinden). So kann es bei zu trockener Umgebungsluft, besonders während der Heizperiode im Winter und bei beheizten Fußbodenkonstruktionen, zu einer Fugenbildung kommen. Dies ist ein natürlicher, holzeigener Prozess!

Um Schaden zu vermeiden und die Fugenbildung so gering wie möglich zu halten, sollte die relative Luftfeuchte kontrolliert und zwischen 55-65% gehalten werden und die Raumtemperatur bei ca. 18-20° C liegen. Dieses Raumklima ist auch für das Wohlbefinden der Bewohner vorteilhaft. Ferner werden so im Holz auftretende Spannungen auf ein Minimum begrenzt. Besonders während der Heizperiode empfiehlt sich der Einsatz von elektrischen Luftfeuchte-Regulatoren, da herkömmliche Wasserverdunster in der Regel nicht ausreichen.

In den ersten 10 Tagen

In diesem Zeitraum härtet die Versiegelung aus. Je mehr der versiegelte Boden in den ersten Tagen geschont wird, desto größer ist die Lebensdauer der Versiegelung. Eine volle Beanspruchung sollte erst nach ca. 10 Tagen erfolgen. In den ersten 10 Tagen sollten einige Vorsichtmaßnahmen eingehalten werden:

  • Keine schweren Möbel umstellen
  • Keine Teppiche auf das Parkett legen
  • Noch keine Pflegemittel verwenden. Nur trocken reinigen
  • Die Füße von Tischen und Stühlen mit Filz oder einem anderen Schutz unterlegen

Pflegen des Parkett- oder Holzbodens

Die Häufigkeit der Pflege richtet sich nach der Beanspruchung des Parkett- oder Holzfußbodens. Das nachfolgende, in der Anwendung einfache und wirtschaftliche Schutzsystem wurde für alle versiegelten Parkettböden entwickelt. Es wird die Lebensdauer Ihres versiegelten Parkett- oder Holzfußbodens mindestens verdoppeln.

Einige Ratschläge

  • Granulat, Sand, o.ä. sofort entfernen, für Sauberlaufzonen außerhalb der versiegelten Flächen sorgen
  • Vorsicht bei Pfennigabsätzen oder Schuhsohlen, in die sich Steinchen eingetreten haben
  • Möbelrollen müssen geeignet sein: Sie müssen eine ausreichend große, weiche Auflagsfläche haben, entsprechend der DIN 68 III Typ W (weich). Besser noch ist der zusätzliche Einsatz von geeigneten Stuhlunterlagen.
  • Geeignete Filzgleiter unter Möbelfüßen können Eindrücke und Oberflächenverletzungen vermeiden.
  • Keine Leitern mit defekten oder zu kleinen Auflageflächen benutzen: Stets ausreichend schützende Teppichläufer unterlegen.
  • Gummiartige Möbelfüße, Schaumrücken von Teppichböden o.ä. können zu einer dauerhaften Oberflächenverfärbung führen.
  • Pflanzentöpfe niemals direkt auf die Holzoberfläche setzen sondern für entsprechende Unterlüftung sorgen (Kondenswasser aus der Raumluft).
  • Keine feuchten Tücher auf die versiegelte Fläche legen, Putzeimer, o.ä. nicht stehen lassen, Flüssigkeiten sofort aufwischen.
  • Staubsaugerbodenbürsten dürfen keine scharfen Kanten haben, Keine Klopfsauger oder rotierende Bürstensauger verwenden.
  • Heizkörper und Wasserinstallationen regelmäßig auf Dichtheit überprüfen.
  • Keine Dampfreiniger verwenden. Imprägniere Tücher und scharfe (Konzentrat-) Reiniger vermeiden.
  • Klebeband kann die Oberfläche beschädigen.
  • Keine silikonhaltigen Dichtstoffe, Füllmassen oder Polituren verwenden, auch nicht in angrenzenden Bereichen: Haftungsprobleme bei späteren Renovierungen.