Der kongenitale Klumpfuß
Im europäischen Raum kommt der angeborene Klumpfuß auf 1000 Geburten bei 1 - 2 Kindern vor. Das Verhältnis Jungen zu Mädchen beträgt 2:1. Genetische Faktoren
spielen eine Rolle, wobei die Ursache noch nicht vollständig geklärt ist. Das Krankheitsbild kommt familiär gehäuft vor, ein eindeutiger Erbgang liegt allerdings nicht vor.
Behandlung
Nach Geburt wird ein Klumpfuß vorsichtig manuell redressiert. Anschließend wird in der erreichten Korrekturstellung ein Oberschenkelgips angelegt. Die Gips- und
Redressionsbehandlung nach „Ponseti“ ist dabei Standard.
Die Gipse werden 1 - 2 wöchentlich gewechselt. Sollte ab dem Alter von 3 bis 4 Monaten eine Spitzfußstellung verbleiben, muss ein kleiner operativer Eingriff erfolgen, bei dem
die Achillessehne verlängert wird.
Die Nachbehandlung in diesem Falle erfolgt wieder mit 6-wöchiger Gipsruhigstellung. Später werden Oberschenkelschienen angepasst, die nur noch in der Nacht angelegt werden
müssen. Der Fuß wird regelmäßig mit Krankengymnastik mobilisiert und redressiert.
Ergebnisse
Bei konsequenter Behandlung sind die Ergebnisse sehr gut. Es werden leistungsfähige Füße geschaffen, mit denen Sport betrieben werden kann. Eine geringe
Fußlängendifferenz und etwas schmächtiger Wade verbleibt, was aber in der Regel kein Problem ist.
Die Rezidivquote liegt bei den von uns behandelten Patienten in einem Nachbeobachtungszeitraum von 5 Jahren bei ca. 7%.
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