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Manuelle Lymphdrainage-Behandlung

Die Manuelle Lymphdrainage zählt zu den physikalischen Therapien und findet seit den 1960er Jahren in der Physiotherapie Verwendung. Durch bestimmte physiotherapeutische Techniken wird der Lymphabfluss und die Entstauung des Gewebes in ödematösen Körperregionen wie Körperstamm oder Extremitäten aktiviert. Auch nach Tumorbehandlung oder Lymphknotenentfernung wird diese Therapie verschrieben.

Die Manuelle Lymphdrainage basiert auf vier Grundgriffen, welche sanft und kreisförmig durchgeführt werden:

  • Stehender Griff
  • Drehgriff
  • Pumpgriff
  • Schöpfgriff

Dabei unterscheidet man zwischen zwei Phasen:

  • Schubphase in Richtung des gewünschten Abflusses
  • Entspannungsphase (passiver Teil)

Bei folgenden Indikationen findet die manuelle Lymphdrainage Anwendung:

  • Primäre Lymphödeme (Fehlanlagen im Lymphgefäßsystem)
  • Sekundäre Lymphödeme (nach operativen Eingriffen oder Bestrahlungen)

Auf Grundlage der ärztlichen Diagnose und des physiotherapeutischen Befundes wird diese Therapie auf den Patienten individuell abgestimmt.