Bienenwachs
macht die Haut geschmeidig

So alt wie die Imkerei ist auch die kosmetische Verwendung des Naturstoffes Bienenwachs. Er macht die Haut zart und geschmeidig.

Schon die alten Ägypter wussten um die Bedeutung von Honig und Wachs. Sie waren die Ersten, die Bienen als Nutztiere hielten. Honig war ihre einzig verfügbare Süße. Bienenwachs ist schon vor Jahrhunderten als Duftträger in kostbare Salben gemischt worden. Denn es hat die Fähigkeit, ätherische Öle zu binden.

Noch heute ernten die Imker den Stoff, aus dem die Waben
im Bienenstock sind. Der Wabenbau ist für die Tierchen eine Herkulesarbeit: Um ein Gramm Wachs aus den Wachsdrüsen auszuschwitzen, verzehren sie vier Gramm Honig.

Durch Ausschmelzen und Reinigen gewinnen Imker zunächst das gelbe Rohwachs (Cera flava). Früher legten sie es zum Bleichen in die Sonne. Heute verwenden sie Oxidationsmittel, das geht viel schneller.

Doch chemisch gebleichtes, weißes Wachs (Cera alba) hat mit seiner Farbe auch die aromatisch duftenden Harze verloren. Deshalb werden die hochwertigen, angenehm duftenden Kerzen aus gelblichem oder bräunlichem Bienenwachs hergestellt.

Der griechische Arzt Galenus (129–199 n. Chr.) soll die ersten Bienenwachs-Salben entwickelt haben. Mischt man Bienenwachs mit anderen weichen Fettgrundlagen und Ölen, ergeben sich Salben und Cremes in verschiedener Beschaffenheit: von flüssig bis hin zu cremig-fest.

Bienenwachs ist in vielen kosmetischen Fertigprodukten wie auch in Rezepturen zum Selbermachen enthalten. In Cremes dient es dem Schutz rissiger Haut.

Ein kleiner Steckbrief für Bienenwachs
Kosmetische Bezeichnung: Cera flava/alba
Gewinnung: ausschmelzen der Honigwaben mit heißem Wasser,reinigen, bleichen
Hauptbestandteile: 70–75 Prozent Myricin, ein wachsartiges Ester-Gemisch, 10–15 Prozent Paraffin; Bienenwachs schmilzt bei etwa 62° Celsius
Äußerliche Wirkung: rückfettend, hautschützend Kosmetische Anwendung: Grundsubstanz in Salben, Lippenstiften, Make-up, Hautschutz- und Handcremes, Babypflege und Haarkosmetik.

Baby und die ersten Lebensjahre

(Bildnachweis: © 2004 W&B und Lizenzgeber. Alle Rechte vorbehalten.)

 

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