Schrothkur
Hilft dem Körper, sich selbst zu heilen
Johann Schroth entwickelte seine Fastenkur zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Für wen das Programm geeignet ist
Die Schrothkur ist ein von dem österreichischen Landwirt und Naturheilkundigen Johann Schroth im 18. Jahrhundert entwickeltes Naturheilverfahren. Ihr Zweck: Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers durch Fasten, Wein und feuchte Wärme. Die Kur, die drei Wochen dauert, basiert auf mehreren Bestandteilen:
Tägliche Schwitzpackungen fördern die Durchblutung und kurbeln so den Stoffwechsel an. Das soll den Abtransport von Stoffwechsel- Endprodukten verbessern.
Ernährung: Eine eiweißfreie, fettreduzierte, salzarme, vegetarische und kohlenhydratreiche Diät (z. B. Brot, Suppe, Gemüse) mit täglich etwa 700 Kilokalorien hilft, überschüssige körpereigene Fettreserven abzubauen.
Wechsel von Trink- und Trockentagen. Die Patienten nehmen jeweils das Minimum oder Maximum der empfohlenen Flüssigkeitsaufnahme zu sich. Erlaubt sind Heilwässer, Tees, Fruchtsäfte und Wein. Regelmäßige Bewegungs- und Ruhephasen sollen Körper und Geist regenerieren. Von Kritikern der Schrothkur wird der Mangel an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen sowie der zum Teil hohe Alkoholkonsum als Problem gesehen.
Die Schrothkur soll unter anderem folgende Krankheitsbilder positiv beeinfussen: Herz- und Kreislauferkrankungen, Rheuma, Hautleiden, chronische Entzündungen, chronische Erkrankungen der Atemwege (zum Beispiel Bronchitis) und des Verdauungstraktes.
Vorsicht: Nur in Absprache mir dem Arzt!
Vor dem Beginn einer Schrothkur muss immer der behandelnde Arzt befragt werden. Bei folgenden Erkrankungen darf das Verfahren nicht angewendet werden: Leberentzündungen, akute Infektions- Krankheiten, Tuberkulose, Alkoholismus, Anämie, Leukämie, Schilddrüsenüberfunktion und Psychosen. Auch Schwangeren wird von einer Schrothkur abgeraten.
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