Thermographie
Gebäudethermographie
Die Gebäude- Thermographie ist besonders gut geeignet, energetische Schwachstellen am Gebäude aufzufinden und bildlich darzustellen.
Eine spezielle Infrarot-Kamera nimmt die Ober-flächenperaturen des zu untersuchenden Gebäudes auf und wandelt sie in Bilder (Thermogramme) um. Jeder Temperaturpunkt bekommt je nach Temperatur eine andere Farbe, so kommen, wie in den hier dargestellten Thermogrammen, die Farbabstufungen zustande.
Rote Farbabstufungen signalisieren warme, blaue Farbabstufungen hingegen kalte Bereiche. An den Thermogrammen lassen sich so, bspw. Ursachen für eine Durchfeuchtung oder Energieverluste durch Wärmebrücken oder Dämmungsfehler erkennen.
Alle wichtigen Informationen rund um die Gebäudethermographie haben wir für Sie in einem Infoblatt zusammengefasst:
» Häufige Fragen zur Gebäudethermographie (Stand: 2010) - PDF, 30KB
Um aussagekräftige Thermogramme zu bekommen, müssen diese Untersuchungen in der kalten Jahreszeit sowie bei Dunkelheit durchgeführt werden. Ideal wäre ein Temperaturunterschied von ca. 15°C.
Die Gebäude- Thermographie bildet neben dem Aufspüren von Baumängeln die erste Grundlage für eine Sanierungs- Maßnahme zur Energie und Kosteneinsparung, als Basis für eine Fachberatung ersetzt sie jedoch keine umfassende Gebäude- Energieberatung.
Industrie-Thermographie
Bei der Industrie- Thermographie ist neben dem Aufspüren von Baumängeln, die Früherkennung von sich anbahnenden Schäden von besonderer Bedeutung. Den Verantwortlichen einer Raffinerie kann bspw. die Qualität einer Schamottmauerung an einer Ofenanlage aufgezeigt werden.
Neben den vor genannten Einsatzgebieten ist die Infrarot-Thermographie bei Bränden in Silos, Spähebunkern oder Ähnlichem, für die Einsatzkräfte der Feuerwehr von sehr großem Interesse. Die Kenntnis über den Brandherd sowie über die dort herrschende Temperatur ist aus Einsatztaktischer Sicht für die Feuerwehr von großer Wichtigkeit.
Mit einer speziell für diese Zwecke ausgelegten Infrarot- Kamera lassen sich punktgenau sehr hohe Temperaturen, auch aus größerer Entfernung bildlich darstellen.
Elektroanlagen-Thermographie
Die Elektroanlagen-Thermographie dient in erster Linie der vorbeugenden Instandhaltung. Bei dieser Art der Thermographie lassen sich ohne großen Aufwand sowie ohne Betriebsunterbrechung in sehr kurzer Zeit, Fehler bzw. Überlastungen an Sicherungen, Trennern, Elektroleitungen und Verbindungen feststellen.
Die Feststellung von Überlastungen ist aus Gründen des Brandschutzes sowie der Betriebsunterbrechung von großer Wichtigkeit.
Der Betreiber einer großen Industriewäscherei, hat nach einer Elektroanlagen- Thermographie auf die sofortige Instandhaltung verzichtet, Tage später kam es hier zu einem Brand in der Unterverteilung sowie zu einem tagelangen Stillstand der Produktionsanlagen und somit zu großen finanziellen Einbußen.




