Besonderheiten

Besonderheiten von Akustikputzen

Zusammensetzung von Akustikputzen

Meist auf Basis von Perlit (gemahlenes und geblähtes Vulkangestein) bietet der Markt Akustikputze aus verschiedenen Bestandteilen. Überwiegend werden dispersionsgebundene und mineralische Akustikputze verwendet.

Perlit wirkt an sich schon schallabsorbierend, seine Wirkung alleine reicht jedoch zur optimalen Akustik nicht aus. Die Ausführung und damit die Bildung von Kapillaren im Putz bewirkt, dass dieser bei einer direkten Beschichtung schallabsorbierend und bei einer Beschichtung auf Akustikplatten durchlässig bleibt.

Die Trockenzeiten zwischen den einzelnen aufgetragenen Lagen sind elementar für Funktionalität und Optik.

Funktion und Farbgebung

Eine nachträgliche farbliche Modifikation von Akustikputz ist nicht zu empfehlen, da die Kapillare verstopfen, mindestens aber verengen und dadurch die Schallabsorption gemindert wird. Bei Farbwünschen bieten einige Hersteller bereits eingefärbte Putze nach Wunsch an. Das Farbspektrum bewegt sich dabei funktionsgebunden im Raum von Pastelltönen und hellen Farben.

Nach der Beschichtung ist es entscheidend, dass der Putz konventionell trocknen kann. Ihre volle Absorptionsfähigkeit entfalten die Putze, je nach Hersteller, Schichtdicke und Untergrund erst nach vier bis acht Wochen.

Untergrund

Putz ist nicht gleich Putz! Die weit verbreitete Meinung, dass sich Unebenheiten durch alle Putze ausgleichen lassen ist ein Märchen. Akustikputze eignen sich da meist nicht zu, da sie mehrfach im Spritzverfahren aufgetragen werden, ähnlich einer Lackierung. Ein Durchreiben oder Filzen findet während der Verarbeitung oft nicht statt.

Aufgrund dieser Tatsache müssen die Vorarbeiten zur Aufnahme des Putzes sehr sauber und exakt ausgeführt werden und den Qualitätsstufen der Putzhersteller entsprechen. Unsauber verarbeitete Flächen können zu ungewünschten optischen und technischen Ergebnissen führen.