In diesen Fällen kann durch Physiotherapie keine Heilung stattfinden. Durch Physiotherapie kann aber zumindest ein Zustand erreicht werden, der dem Patienten ein Leben mit der Krankheit ermöglicht, z. B. Schmerzfreiheit, Besserung der Beweglichkeit, Erlernen von Alltagsbewegungen wie Essen, Gehen oder Ankleiden. Die Patienten sind damit wieder in der Lage, am täglichen Leben teilzunehmen.
In anderen medizinischen Bereichen ist eine komplette Heilung möglich, z. B. nach einem Knochenbruch (Fraktur) oder es kann eine Beschwerdefreiheit erreicht werden.
Ein weiteres Standbein der Physiotherapie ist der Bereich der dynamischen Kräfte. Dieser wurde früher unter dem Begriff Krankengymnastik zusammengefasst.
Seit der Entstehung der Krankengymnastik haben sich die Inhalte jedoch weit von der sprichwörtlichen Bedeutung, der „Gymnastik für Kranke“ entfernt. Der Physiotherapeut ist heute ein Körpertherapeut, der den ganzen Körper des Patienten behandelt (vergleiche ganzheitliche Physiotherapie). Er deckt falsche, „unphysiologische“ Bewegungsmuster auf und ersetzt sie durch „physiologische“ Abläufe.
Somit kann der Körper wieder schonender und mit geringerem Energieaufwand arbeiten. Der Patient hat keine Schmerzen mehr, kann sich besser bewegen, ist weniger angestrengt.
Dies spielt nicht nur nach Eintreten einer Erkrankung eine Rolle, sondern ist besonders wichtig bei der Vorbeugung (Prophylaxe) von Krankheiten, die durch falsche Belastung oder Überlastung einzelner Körperteile oder der Wirbelsäule herbeigeführt werden (siehe Rückenschule). Zukünftige, potentielle Erkrankungen wie z. B. der Bandscheibenvorfall oder der schnelle Knorpelabrieb in Knie- oder Hüftgelenk (Arthrose) werden herausgezögert bzw. können abgewendet werden.
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Ganzheitliche Physiotherapie
Angelika Kreinz
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45879 Gelsenkirchen
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