

Der Fußboden entwickelte sich vom harten, notdürftigen und gepolsterten Höhlenboden zu einem Hightech-Bauteil, zu deren Verarbeitung besondere Kenntnisse notwendig sind. Antrieb war der Wunsch nach Schutz vor Feuchtigkeit (von unten), nach Wärme und Trittschallschutz.
Der konventionelle Calciumsulfatestrich wird wie ein Zementestrich eingebaut und verarbeitet. Er besteht aus den Komponenten Sand 0 bis 8, Anhydritbinder evtl.
Zusatzstoffe und Wasser.
Calciumsulfatestriche weisen, wenn überhaupt, nur ein sehr geringes Schwindmaß auf. Scheinfugen können deshalb in einem gewissen Maße
eingespart werden (sehr gut geeignet bei Fußbodenheizung). Er ist je nach Temperatur nach 3 Tagen begehbar und nach 28 Tagen voll belastbar.
Anhydritesrich ist für den Einsatz im trockenen Innenbereich, nicht aber in feuchten Innenbereichen oder nassen Außenbereichen geeignet.
Bei Nassräumen ist ein Zementestrich im gleichen Arbeitsgang möglich.
Es handelt sich hier um einen Kunstharzmörtel mit synthetischen Reaktionsharzen als Bindemittel, der durch eine chemische Reaktion des Reaktionsharzes aus
einem flüssigen oder glättbaren Gemisch auf der Baustelle zu einer festen Schicht wird.
Diese Produkte werden nach Herstellerangaben weitgehend fugenlos verlegt, bei schwimmender Verlegung sowie bei Verlegung auf Trennschicht ist der
Kunstharzmörtel in einer Stärke von 3cm ausreichend.
Estrichschichten aus Hardstoff, weisen einen erhöhten Widerstand geben Verschleiß und Abrieb auf. Auf der Trag- oder Übergangsschicht wird eine 1 bis 1,5cm Hardstoffschicht (Korodur) oder Siliciumarbit aufgebracht. Dabei unterscheidet man zwischen folgenden Konstruktionsvarianten.
Wird eingesetzt um unebene Untergründe des tragenden Bodens zu begradigen, auszugleihen und zu verfüllen. Leichtestriche sind einsetzbar zur Gewichtsreduzierung, z. B. Holzdielen darauf eine 3cm Styroporleichtestrichschicht, wiederum darauf eine 2cm Zementestrichschicht. Dort ist eine weitere Aufnahme von Bodenbelägen wie Fliesen, Parkett, Teppiche u. s. w. möglich.
Zementestriche benötigen in der Regel eine Austrocknungszeit von bis zu 8 Wochen je nach Belag. Mit Zusätzen (Schnelltrockner) in flüssiger Form bzw. als Sackware können Zeiteinsparungen erzielt werden. Häufig kann der Estrich bereits am nächsten Tag begangen werden und nach Herstellervorgaben nach 24 Stunden bzw. 10 Tagen belegt werden.