Irgendwann kommt für Jeden von uns der Moment, in dem ein geliebter Mensch unser Leben verlässt. Sei es durch eine Trennung oder aber durch sein Ableben. In diesen Momenten gerät bei vielen von uns, von einer auf die andere Sekunde die komplette Welt aus dem Gleichgewicht.
Nach dem ersten Schock kommt meist das „Funktionieren“. Es gibt unzählige Dinge zu Organisieren und zu Beantragen, es bleibt kaum Zeit für die eigentliche Trauer. Wir wollen stark sein für die anderen Hinterbliebenen und nehmen unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht ernst genug.
Aus dieser „Verdrängung“ können erhebliche Probleme entstehen. In Form von z.B. Angstzuständen. Diese Probleme treten häufig zeitversetzt auf, so dass wir den Zusammenhang auf den ersten Blick gar nicht sehen können.
Stirbt ein Mensch, hinterlässt er meist eine große Lücke im Leben der Hinterbliebenen. Für sie ist von dem Moment an nichts mehr so wie es mal war. Für alle Anderen
jedoch dreht sich die Welt weiter wie gewohnt.
Kaum zu ertragen für viele Trauernde, sie ziehen sich noch mehr zurück, weil sie sich unverstanden und einsam fühlen.
„Kopf hoch, das wird schon wieder.“ „Du schaffst das schon, Du bist stark.“
Gut gemeinter Zu-Spruch von Freunden und Bekannten.
Denn sie sind meist
ängstlich/hilflos im Umgang mit einer so unangenehmen und ungewohnten Situation. Sie meinen es nur gut, aber gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht.
Die Krönung aller
gutgemeinten Sprüche ist wohl: „Die Zeit heilt alle Wunden!“
Oh nein, das tut sie nicht. Nur wenn wir selber es schaffen uns für das Leben zu entscheiden und das
Erlebte verarbeiten, dann heilen die Wunden langsam aber stetig. Und das benötigt Zeit!
Und Wunden heilen lassen heißt nicht vergessen, auch dass befürchten viele
Trauernde.
Die Gründe sich eine Trauerbegleitung zu suchen sind natürlich sehr individuell.
Die für mich offensichtlichsten: